Berufliche Rehabilitation | MIQR | Chemnitz

Berufliche Rehabilitation – Angebote beim MIQR Chemnitz

Ein Einstieg in Ihr bisheriges Berufsleben gestaltet sich aufgrund eines Unfalls, einer Krankheit oder sozialen Problemen als sehr schwierig oder gar unmöglich? Dann sind wir vom Mitteldeutschen Institut für Qualifikation und berufliche Rehabilitation (title: Startseite MIQR) Ihr verlässlicher Ansprechpartner. An unseren Standorten in Erfurt, Suhl, Leipzig, Dresden und Chemnitz veranstalten wir regelmäßig Umschulungen oder Maßnahmen zur Wiedereingliederung. Im Bildungs- und Schulungsbereich sammeln wir seit über 18 Jahren wertvolle Erfahrungen, um Sie optimal auf den beruflichen Einstieg vorzubereiten.

Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen zur beruflichen Rehabilitation, Wiedereingliederungsmaßnahmen und zur Teilhabe am Arbeitsleben. Kontaktieren Sie uns bei weiteren Fragen oder Anmerkungen. Wir beraten Sie gern.

Mehr erfahren

Zielgruppe & Ziele des MIQR

Zunächst sollte geklärt werden, für welche Zielgruppen die jeweilige Maßnahme in Frage kommt. So bieten wir Schulungen für Personen mit oder ohne Berufsausbildung an. Hierzu zählen auch Arbeitssuchende mit Vermittlungshemmnissen. Außerdem unterstützen wir auch Rehabilitanden, die aufgrund körperlicher oder psychischer Erkrankungen oder Unfällen an Ihrer alten Arbeitsstätte nicht mehr arbeiten können und sich Begleitung bei der beruflichen Wiedereingliederung wünschen.

Wir vom Mitteldeutschen Institut begleiten Arbeitssuchende bzw. beruflich Hilfesuchende auf ihrem Weg zu einem neuen Berufsabschluss. Darüber hinaus bieten wir fachliche Hilfen und optional arbeitspsychologische und sozialpädagogische Unterstützung.

Berufliche Rehabilitation & deren Leistungen

Der Begriff berufliche Rehabilitation beschreibt bestimmte Sozialleistungen zur Rehabilitation. Er umfasst alle Maßnahmen, die die Arbeitsfähigkeit bzw. Berufstätigkeit von kranken oder behinderten Menschen fördern und neue berufliche Chancen eröffnen. Ziel dieser Art der Rehabilitation ist das Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit und die Sicherung des Einkommens auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Maßnahmen der Rehabilitation können allein oder ergänzend zu medizinischen Rehabilitationen erfolgen.

Voraussetzungen für die berufliche Rehabilitation

Sie können an einer Maßnahme zur beruflichen Rehabilitation teilnehmen, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihrer alten Tätigkeit nicht mehr nachgehen können. Die Maßnahmen sollen Sie wieder in den beruflichen Alltag eingliedern. Die Erfüllung bestimmter versicherungsrechtlicher Bedingungen beim Stellen eines Antrages ist eine weitere Teilnahmevoraussetzung. Die am häufigsten erfüllte Voraussetzung ist die 15-jährige Wartezeit. Außerdem darf kein sogenannter Ausschlussgrund vorliegen. Als solcher Grund gilt beispielsweise die Tätigkeit als Beamter, da hier kein Anspruch auf Rehabilitationsleistungen durch die Rentenversicherung besteht.

Es gibt folgende Arten von beruflichen Rehaleistungen:

  • Hilfen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes sowie zur Förderung der Arbeitsaufnahme
  • Wohnungshilfen
  • Berufsvorbereitung
  • Berufliche Bildung
  • Leistungen in Werkstätten für behinderte Menschen
  • Übernahme weiterer Kosten
  • Arbeitgeberzuschüsse

Darüber hinaus können medizinische, psychologische sowie pädagogische Hilfen zur seelischen Stabilisierung und dem Erwerb von Schlüsselkompetenzen wahrgenommen werden.

Kosten der beruflichen Rehabilitation

Die Kosten einer Maßnahme zur beruflichen Rehabilitation trägt Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger und Sie müssen keine Zuzahlungen leisten. Während der Maßnahme erhalten Sie ein Übergangsgeld durch Ihre Rentenversicherung. Diese übernimmt außerdem im Rahmen der Maßnahme anfallende Kosten für An- bzw. Abreise, Haushaltshilfen oder Kinderbetreuung. Solche Leistungen müssen jedoch vorab beantragt werden. Während der beruflichen Rehabilitationsmaßnahme sind Sie grundsätzlich in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung versichert. Beiträge der Renten- und Sozialversicherung werden vom Rentenversicherungsträger übernommen.

Leistungen & Ausstattung des MIQR

Um Sie auf Ihrem Weg zur beruflichen Wiedereingliederung zu begleiten, bietet das MIQR zahlreiche Leistungen an. Im Stützunterricht wird Ihnen zusätzliches Schulwissen vermittelt, welches durch die verkürzte Ausbildungszeit nicht abgedeckt werden kann. Zudem bereiten wir den aktuellen Lernstoff der Berufsschule nach und arbeiten schulische Defizite auf. Innerhalb der Prüfungsvorbereitung werden prüfungsrelevante Lerninhalte gefestigt und gezielte Fragestellungen beantwortet.

Die Einrichtungen des MIQR verfügen über moderne Internet- und Computerkabinette, Schulungsräume, Übungsfirmen und somit optimale Lernbedingungen. Außerdem können Sie Beratungs-, Entspannungs- und Sportangebote wahrnehmen.

Auch auf Barrierefreiheit und eine rehagerechte Ausstattung legen wir großen Wert, um körperlich benachteiligten Personen ein bestmögliches Arbeits- und Lernumfeld zu ermöglichen.

Umschulungen

Eine besondere Form der beruflichen Rehabilitation ist die Umschulung. Sie verfolgt nicht das Ziel bereits bestehende Kenntnisse zu vertiefen, sondern neue Erfahrungen in einem bisher unbekannten Tätigkeitsfeld zu erlangen. Ziel ist es dabei, dass Arbeitnehmer flexibler auf Veränderungen des Arbeitsmarktes reagieren können. Umschulungen eignen sich besonders für Arbeitnehmer, die nicht mehr in dem erlernten Beruf tätig werden können. Die Gründe dafür können sehr verschieden sein. So kann beispielsweise eine ungenügende Nachfrage im Berufsfeld herrschen oder der Arbeitnehmer unzufrieden mit seiner Arbeit sein. Außerdem kann es sein, dass man seiner Tätigkeit aufgrund längerer Abwesenheit durch einen Unfall oder Krankheit oder der Kindererziehung nicht nachgehen konnte. Die Berufsunfähigkeit oder eine technische Neuorientierung des gesamten Berufsfeldes stellen ebenfalls Gründe für eine Umschulung dar.

Die Finanzierung einer Umschulung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Vor allem Teilnehmer einer betrieblichen Umschulung sind hier im Vorteil, da sie ein Recht auf Ausbildungsgehälter haben. Doch auch für andere Teilnehmer bestehen verschiedene Möglichkeiten, eine Umschulung finanziert zu bekommen.

  • Bildungsgutschein (BGS)

Beim Bildungsgutschein handelt es sich um eine Form der Zusage der Bundesagentur für Arbeit, die Kosten für eine Rehabilitationsmaßnahme zu übernehmen. Dieser Gutschein wird jedoch nur gezahlt, wenn eine Umschulung dringend benötigt wird.

Hier ist geregelt, dass die gesetzliche Rentenversicherung für die Finanzierung von „berufsfördernden Leistungen zur Rehabilitation“ mitverantwortlich ist, wenn die alte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht ausgeführt werden kann.

Hier ist festgehalten, dass die gesetzliche Unfallversicherung bzw. die zuständige Berufsgenossenschaft zur finanziellen Unterstützung herangezogen werden kann. Dies kann jedoch nur in Anspruch genommen werden, wenn die Umschulung durch einen Unfall oder Krankheit notwendig wird.

Die Dauer einer Umschulung variiert je nach Berufsfeld oder Vorkenntnissen zwischen neun Monaten und zwei Jahren. Die Durchführung kann rein schulisch, dual oder rein betrieblich erfolgen.

Dauer & Ablauf betreuter betrieblicher Umschulungen

Die betriebliche Umschulung besteht aus einem praktischen Ausbildungsteil im Unternehmen und einem theoretischen Ausbildungsteil in der Berufsschule.

Im Rahmen der betreuten betrieblichen Umschulung bieten wir in der Regel immer im November und April einen dreimonatigen Vorbereitungslehrgang an. Dauer und Termine sind unabhängig von der Ausbildung. Je nach Ausbildung beginnt die betreute betriebliche Umschulung aber meist im Februar oder Juli. Sie erstreckt sich über einen Zeitraum von 2 Jahren und findet in anerkannten Ausbildungsbetrieben statt. Außerdem besuchen Sie die zuständige Berufsschule und erhalten neben Stützunterricht auch eine durchgehend begleitende Betreuung. Nach Beendigung der Umschulung schließt sich eine Nachbetreuung über sechs Monate an. Hier wird die Integration in das neue Arbeitsumfeld gesichert. Dabei können Sie zwischen schulischen und berufsschulischen Ausbildungsrichtungen (z.B. kaufmännische, verwaltende, medial-gestaltende, technische, handwerkliche, sozial-medizinische Service- und Dienstleistungsberufe) wählen.

Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation

Unsere Maßnahmen zielen darauf ab, Absolventen so schnell und gut wie möglich wieder in den beruflichen Alltag zu integrieren bzw. Sie bei der Schulung, Stabilisierung und Berufsorientierung zu unterstützen.

  • 2-4 wöchiges Reha-Assessment (FOSI) zur Orientierung, Schulung und Integration
  • 1-jährige Maßnahme zur Orientierung, Schulung und Integration mit begleitenden Hilfen
  • halbjährlicher 3-monatiger Vorbereitungslehrgang für die Umschulung zum Kaufmann/-frau für Büromanagement
  • 3-monatiger Vorbereitungslehrgang für die betreute betriebliche Umschulung (bbU) im April/Mai und November
  • 1-jährige Umschulung zum Kaufmann/-frau für Büromanagement Plus (IHK) mit zukunftsorientierten Mehrfachabschlüssen im Februar und Juli
  • 1-jährige Umschulung zum/zur Industriekaufmann/-frau Plus (IHK) mit zukunftsorientierten Mehrfachabschlüssen im Februar und Juli
  • 2-jährige betreute betriebliche Umschulung (bbU) im Februar und Juli/August

Wiedereingliederung

Die stufenweise Wiedereingliederung oder auch Hamburger Modell, wird besonders für die Zeit nach einer längeren Phase der Arbeitsunfähigkeit empfohlen. Die schrittweise Wiedereingliederung soll in erster Linie einen erneuten Einstieg in das Arbeitsleben erleichtern. Das Programm ist in Deutschland nur für Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen und in  § 74 SGB V geregelt. Arbeitnehmer stimmen zusammen mit Ihren Ärzten einen Eingliederungsplan ab. Dieser entspricht dem Genesungsfortschritt und enthält alle Angaben über die Anzahl der Stunden sowie eine Prognose über den Zeitpunkt der zu erwartenden Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit. Außerdem werden neben Beginn und Ende der Maßnahme auch Einzelheiten über verschiedene Stufen und die Höhe des möglichen Entgeltes festgehalten. Eine Prognose wird in diesem Zusammenhang jedoch nicht benötigt. Die Dauer der Maßnahme variiert zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten.

Es existieren auch verschiedene Voraussetzungen für eine berufliche Wiedereingliederung. So müssen sich Arbeitnehmer und -geber mit der Maßnahme der medizinischen Rehabilitation einverstanden erklären. Vor oder während dieser Vorkehrung gilt der Arbeitnehmer als arbeitsunfähig und wird so weit wie möglich an seinem bisherigen Arbeitsplatz eingesetzt.

Die schrittweise Wiedereingliederung gilt als erfolgreich abgeschlossen, wenn der betroffene Arbeitnehmer wieder voll belastbar ist. Bei einem vorzeitigen Abbruch gilt der Arbeitnehmer weiter als arbeitsunfähig.

Zusammenfassung

Maßnahmen der betrieblichen Rehabilitation sind von größter Bedeutung, wenn es darum geht, nach einem Unfall oder einer längeren Krankheit wieder ins Arbeitsleben zurückzukehren. Wir vom MIQR unterstützen Sie dabei gern.

Neben unseren Maßnahmen bieten wir Ihnen vielfältige Zusatzangebote, wie psychologisches und arbeitsbezogenes Stressmanagement, Meditation und Konfliktbewältigung für den Arbeitsprozess sowie Gesundheitssport und Entspannungstraining.

Kontaktieren Sie uns bei weiteren Fragen oder Anmerkungen. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

War diese Seite hilfreich für Sie?
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 5,00 von 5 Punkten, basierend auf 1 abgegebenen Stimme(n).
Loading...